2008/08/20 – Der Landgraf
Nach meiner Rückkehr aus Shanghai stand am Mittwoch zunächst mal das Anmelden bei der örtlichen Polizei inkl. Verwarnung, weil ich mich nicht innerhalb von 24 Stunden angemeldet habe, auf dem Programm. Ein wenig seltsam, aber dennoch unstressig. Bürokratie der Bürokratie wegen – da sag einer, China bewege sich nicht auf den Westen zu…
Abends stand dann ein Kölscher Abend im Landgraf auf dem Programm. Wer weiß, wie sehr ich deutsches Essen mag, kann sich meine Freude vorstellen – aber das Kölsch und das Weizen haben mich gut über den Abend gerettet. Spannend war dabei, unseren Tandempartnern das deutsche Essen als auch die Gepflogenheiten der deutschen Tischkultur näher zu bringen.
Als das Highlight des Abends kam dann auch noch Kölns' OB Schramma vorbei. Wahnsinn… aber immerhin hat er ne Runde Kölsch spendiert – bzw. die Steuerzahler Kölns.


2008/08/21 – Lama Tempel
Der Donnerstag stand dann wieder im Zeichen der Kultur. Aufgrund des schlechten Wetters allerdings nicht die große Mauer, sondern der Yonghegong, was eines der interessanten Dinge war, wenn es darum geht, mehr über die Menschen Chinas zu entdecken. Während die Gebäude doch alle irgendwie gleich aussehen, finde ich es besonders interessant, das Zwischenmenschliche hier kennen zu lernen. Das Beten und das Verhalten der Familien mit kleinen Kindern ist besonders spannend, so dass dies ein sehr eindrucksvolles Erlebnis war. Insbesondere hat es mich überrascht, das gelebte Religion und Tourismus hier so gut ineinander übergehen und die Leute sich völlig frei fühlen.
Das Highlight aus Touri-Perspektive ist wohl der 17 Meter hohe, aus Holz geschnitzte Buddha der Zukunft.
Als Abendprogramm stand ein District an, in dem es super viele kleiner Läden, Restaurants und vor allem Beijings' kleinste Bar mit gerade einmal sieben Plätzen zu finden gibt – leider waren alle Plätze schon besetzt, so dass ich mit Nadine später in einem nahe gelegenen Restaurant typisch chinesische Pizza, nämlich mit Erdnüssen, gegessen habe.
2008/08/22 – Forbidden City, Baseball USA vs. Cuba, & Beijings' Smallest Bar
Die verbotene Stadt ist natürlich eine der Dinge, die man sich anschauen muss, wenn man in Peking ist. Und natürlich lohnt sich dies auch sehr, allerdings ist es einfach sehr groß und auch hier sehen alle Gebäude doch irgendwie gleich aus, so dass es nichts ist, was man unbedingt ein zweites oder drittes Mal erleben muss. Insgesamt auch zu viele Touristen.
Danach ging es zum olympischen Baseball-Halbfinale. Lustig ist, dass direkt vor dem Stadion viele Schilder, denen nach man keine Tickets verkaufen darf, und noch mehr Polizisten stehen, man aber dennoch alle 20 Sekunden angesprochen wird, ob man denn nicht Interesse an Tickets habe – passt!
Das Spiel selbst war super cool. Ich war noch nie zuvor bei einem gewesen und anfangs war ich auch ein wenig enttäuscht, dass niemand den Ball getroffen hat. Aber ab dem 3. Inning nahm das Spiel langsam Fahrt auf, so dass es richtig spannend wurde, auch wenn am Ende Cuba leider doch recht deutlich den Kampf zwischen Sozis und Kapitalisten für sich entscheiden konnte – zumindest die Chinesen hat das sehr gefreut!
Danach ging es dann noch in die kleinste Bar, wo ich zusammen mit Mieke auch zwei Plätze auf der Fensterbank ergattern konnte, danach zusammen mit Christoph und Nadine chinesisch essen – gefolgt von dem ein oder anderen Club.
2008/08/23 – Chill out in the Temple of Heaven
Am Samstag bin in direkt in Beijing selbst gestartet und war alleine in einem Hutong und danach im Temple of Heaven unterwegs. Dort war es ungemein atmosphärisch, da man dort viele ältere Chinesen beim Karten spielen, dem Singen oder auch dem Tennis beobachten kann. Diese ungemein friedliche und entspannte Atmosphäre zusammen mit dem Anblick eines auf einer der vielen Parkbände schlafenden Chinesen inspirierte mich dann nach einem langen Spaziergang durch den Park selbst zu einem Mittagsschlaf in der Sonne auf einer der Bänke – die chinesische Art halt!
2008/08/24 – Summer Palace, Closing Ceremony, & Bar Blu
Summer Palace, dieser ungemein beeindruckende, weil wahnsinnig große Palast stand am Sonntag auf dem Programm. Allerdings gab es nicht wirklich viel neues zu sehen. Das schönste daran ist eigentlich, dass man mitten in Peking einen riesigen See findet, an dem man völlig vom Standleben abschalten kann, man keine Hochhäuser sieht und man somit eine der ganz anderen Seiten dieser Stadt kennen lernt.
Abends haben wir dann die Closing Ceremony in einem Park mitten in der Stadt mit etwas über 500 Chinesen angeschaut, was sehr lustig war, weil sie z.B. mit der Präsentation der Engländer und der dabei gebotenen Musik nicht viel anfangen konnten, aber bei ihren eigenen Sängern teilweise alle in der Manier 15jährigen Mädchen das Kreischen anfingen.
Danach ging es noch mit fast der kompletten Gruppe in die Bar Blu.






























